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29.10.24

Titelbild CutContour erstellen mit Farbreglern für 100 Prozent Magenta

CutContour erstellen

Aktualisiert am 11.09.2026

Wenn du ein Design drucken und präzise ausschneiden lassen möchtest, benötigst du eine sogenannte CutContour-Linie. Diese spezielle Schnittlinie wird von Schneideplottern oder Druckmaschinen erkannt und sorgt für exakte Schnitte. Wichtig ist, dass diese Linie als Volltonfarbe (Spotfarbe) angelegt und exakt „CutContour“ benannt wird, um korrekt verarbeitet zu werden. Wie das geht, zeigen wir dir hier.

Was bringt dir ein geschnittener DTF-Transfer?

Mit CUT DTF geht die Veredelung spürbar leichter von der Hand. Deine Motive kommen fertig in Form geschnitten bei dir an, du legst sie direkt auf das Textil und presst sie auf. Das spart bei jedem Teil Zeit, und das Ergebnis sieht vom ersten bis zum letzten Teil gleich aus.

  • Schneller fertig: Gerade bei Motiven, die du immer wieder brauchst, und bei größeren Mengen sparst du spürbar Arbeitszeit.
  • Jedes Motiv gleich groß: Auch bei hohen Stückzahlen fällt jeder Transfer identisch aus.
  • Leichter ausrichten: Das vorgeschnittene Motiv legst du schneller auf das Textil.
  • Planbar in Serie: Du bestellst ab einem Stück, für größere Mengen gibt es Staffelpreise.

Typische Einsätze sind Firmenlogos für Arbeitskleidung oder Wappen für Trikots und Teamkleidung. CUT gibt es als Meterware 560 x 1000 mm in zwei Varianten:

  • CUT DTF-Transfer für 100 Prozent Baumwolle und Mischgewebe ab 70 Prozent Baumwollanteil
  • CUT Blockout-DTF für gefärbte Polyestertextilien, mit Blockout-Kleber gegen Farbmigration, nicht für wasserabweisend beschichtete Stoffe
CUT DTF-Transfer aufbringen in vier Schritten: Motiv entnehmen, platzieren, pressen, Folie abziehen

So einfach verarbeitest du CUT-Transfers

Motiv vom Bogen nehmen, auf dem Textil platzieren, pressen und die Trägerfolie abziehen. Mehr Schritte braucht es nicht.

Temperatur, Presszeit und Druck findest du bei den Pressparametern.

Kostenlose Druckvorlage für CUT herunterladen

Damit du nicht bei null anfängst, bekommst du unsere Arbeitsdatei im Endformat 560 x 1000 mm als PDF. Darin steckt schon eine Beispiel-Schnittlinie: ein geschlossener Pfad in der Sonderfarbe CutContour, 1 pt stark. Öffnest du die Vorlage in Adobe Acrobat Pro, siehst du in der Ausgabevorschau, wie eine richtig angelegte CutContour aussieht.

Lege deine Motive auf die Vorlage, zeichne um jedes eine eigene Schnittlinie und speichere die Datei als einseitige PDF.

Vorlage CUT DTF-Transfer (PDF) Vorlage CUT Blockout-DTF (PDF)

CutContour-Linie in verschiedenen Programmen anlegen

Adobe Illustrator

Neues Farbfeld anlegen:

  • Öffne das Farbfelder-Bedienfeld (Fenster > Farbfelder).
  • Klicke auf das Menü-Symbol und wähle „Neues Farbfeld“.
  • Setze die Farbart auf „Volltonfarbe“ und benenne sie „CutContour“.
  • Wähle eine auffällige Farbe (z. B. Magenta), damit sie sich vom Design abhebt.
  • Speichern, fertig!

Schnittlinie erstellen:

  • Zeichne mit dem Stift- oder Rechteck-Werkzeug eine Linie um dein Design.
  • Setze die Linienstärke auf mindestens 1 pt.
  • Achte darauf, dass der Abstand zwischen den Schnittlinien und zum Motiv mindestens 5 mm beträgt.
  • Wende die CutContour-Farbe auf die Linie an.
  • Speichere die Datei als PDF.
Dialog Neues Farbfeld: Volltonfarbe CutContour im CMYK-Modus mit 100 Prozent Magenta
Konturpfad mit magentafarbener Kontur und geöffnetem CMYK-Farbwähler bei 100 Prozent Magenta

Affinity Designer

Affinity Designer steckt seit Oktober 2025 in der kostenlosen App Affinity von Canva. Dort arbeitest du im Bereich Vektor, die Schritte bleiben im Grundsatz gleich.

Spotfarbe erstellen:

  • Öffne das Farbfelder-Bedienfeld und erstelle ein neues Farbfeld.
  • Wähle „Spotfarbe“ und benenne sie „CutContour“.
  • Farbe auswählen, speichern, fertig!

CutContour-Farbe der Linie zuweisen:

  • Erstelle eine Kontur um dein Design mit dem Stift- oder Formen-Werkzeug.
  • Wähle die CutContour-Farbe.
  • Setze die Linienstärke auf mindestens 1 pt.
  • Achte darauf, dass der Abstand zwischen den Schnittlinien und zum Motiv mindestens 5 mm beträgt.
  • Speichere als PDF mit Spotfarben-Unterstützung.

CorelDRAW

CutContour als Spotfarbe anlegen:

  • Öffne das Farbfeld-Bedienfeld.
  • Erstelle eine neue Farbe, definiere sie als Volltonfarbe (Spotfarbe) und nenne sie „CutContour“.
  • Wähle eine auffällige Farbe (z. B. Magenta) und speichere.

Schnittlinie zeichnen:

  • Erstelle eine Kontur um dein Design mit dem Bezier- oder Rechteck-Werkzeug.
  • Wähle die CutContour-Farbe für die Kontur.
  • Setze eine Mindeststrichstärke von 1 pt.
  • Achte darauf, dass der Abstand zwischen den Schnittlinien und zum Motiv mindestens 5 mm beträgt.
  • Speichere als PDF.

Canva: Ist das möglich?

Canva unterstützt keine echten Spotfarben. Falls du trotzdem eine CutContour in Canva anlegen möchtest:

Linie erstellen:

  • Erstelle eine Linie oder Form um dein Design.
  • Wähle eine auffällige Farbe (z. B. Magenta), damit die Druckerei sie später erkennt.
  • Achte darauf, dass der Abstand zwischen den Schnittlinien und zum Motiv mindestens 5 mm beträgt.

Export als PDF:

  • Klicke auf „Teilen“ > „Herunterladen“.
  • Wähle „PDF (Druck)“.
  • Lass „Schnittmarken und Beschnittzugabe“ ausgeschaltet, die PDF muss genau im Endformat bleiben.
  • Danach muss die Datei in einem anderen Programm nachbearbeitet werden, um die Linie als Spotfarbe zu definieren. Das geht zum Beispiel im kostenlosen Affinity.

Schnittlinien an den Motiven richtig anlegen

Wenn du mehrere Motive auf einem Druckbogen platzierst, achte darauf, dass jedes einzelne Motiv eine eigene Schnittlinie bekommt. Zwischen zwei Schnittlinien und zwischen Linie und Motiv brauchst du jeweils mindestens 5 mm Abstand.

Zwei Druckbögen im Vergleich: links mit mindestens 5 mm Abstand zwischen den Schnittlinien richtig, rechts ohne Abstand falsch

Überprüfung der Datei in Adobe Acrobat

Nachdem du deine Datei exportiert hast, solltest du überprüfen, ob die CutContour-Linie tatsächlich als Spotfarbe angelegt wurde. Dies kannst du mit Adobe Acrobat Pro tun:

  1. Öffne das PDF in Adobe Acrobat Pro.
  2. Gehe zu Werkzeuge > Druckproduktion > Ausgabevorschau.
  3. Unter Separationsvorschau kannst du einzelne Farben ein- und ausblenden.
  4. Suche nach der Spotfarbe CutContour.
  5. Falls sie fehlt, wurde die Linie nicht als Spotfarbe angelegt. Dann musst du das in deinem Designprogramm korrigieren.

Falls du nur Adobe Acrobat Reader hast, sind die Überprüfungsmöglichkeiten eingeschränkt:

  • Visuelle Kontrolle: Ist die CutContour-Linie sichtbar und hebt sich vom Design ab?
  • Interaktion mit der Linie: Falls möglich, klicke auf die Linie und prüfe, ob Farbinformationen angezeigt werden.
  • Drucksimulation: Falls dein Drucker Farbmanagement unterstützt, kannst du eine Testseite drucken. Wird die Linie mitgedruckt, ist sie nicht als Spotfarbe hinterlegt.

Für eine sichere Kontrolle empfiehlt sich Adobe Acrobat Pro oder ein anderes professionelles Preflight-Tool.

Zum Vergleich kannst du unsere Vorlage öffnen. Dort ist die Beispiel-Schnittlinie als Sonderfarbe CutContour hinterlegt und erscheint in der Ausgabevorschau als eigene Farbe.

Häufige Fehler bei der CutContour

An diesen Punkten scheitert ein sauberer Schnitt am häufigsten:

  • Name falsch geschrieben: „Cut Contour“ oder „cutcontour“ erkennt der Schneideplotter nicht. Die Farbe heißt exakt CutContour.
  • Fläche statt Kontur: Die Farbe CutContour gehört auf die Kontur der Linie, nicht auf die Füllung.
  • Offener Pfad: Schließt sich die Linie nicht, wird das Motiv nicht vollständig ausgeschnitten.
  • Ein Pfad für mehrere Motive: Jedes Motiv braucht seine eigene, geschlossene Linie.
  • Sonderfarbe beim Export verloren: Als PNG oder JPG, oder wenn beim Export alle Farben in CMYK umgewandelt werden, wird aus CutContour eine normale Druckfarbe. Die Linie würde dann mitgedruckt statt geschnitten. Speichere als PDF und prüfe das Ergebnis in der Ausgabevorschau.
  • Zu wenig Abstand: Unter 5 mm zwischen zwei Linien oder zwischen Linie und Motiv lässt sich nicht sauber schneiden.

Fazit

Eine korrekt angelegte CutContour-Linie sorgt für präzise Schnitte in der Druckproduktion. In Illustrator, Affinity Designer und CorelDRAW kannst du sie direkt als Spotfarbe definieren.

Bevor du die Datei an die Druckerei schickst, solltest du immer sicherstellen, dass:

  • Die CutContour als Spotfarbe erkannt wird (z. B. mit Acrobat Pro).
  • Die Datei als PDF gespeichert ist. PNG-Dateien funktionieren nicht.
  • Die Linienstärke mindestens 1 pt beträgt.
  • Der Abstand zwischen den Schnittlinien mindestens 5 mm ist.
  • Zwischen Schnittlinie und Motiv ebenfalls mindestens 5 mm frei bleiben.
  • Die PDF nur eine Seite hat und nicht gespiegelt ist.
  • Das Motiv in CMYK mit dem Profil ISO Coated v2 (ECI) angelegt ist und alle Elemente mindestens 0,4 mm stark sind.

Mit diesen Schritten vermeidest du Probleme beim Druck und erhältst ein perfektes Endprodukt!

CUT-Transfers bestellen

Deine Datei ist fertig? Dann lade sie direkt beim passenden Produkt hoch. Den Profi-Datencheck kannst du bei Bedarf dazubuchen.

CUT DTF-Transfer bestellen CUT Blockout-DTF bestellen

Außerdem hilfreich: Druckdaten richtig anlegen, FAQ und Pressparameter.

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Viel Erfolg beim Veredeln wünscht dir

DTF-King Team