Aktualisiert am 17.09.2026
Du willst deine Druckdaten farbtreu anlegen und brauchst dafür das Farbprofil ISO Coated v2 (ECI)? Dann muss das ICC-Profil zuerst auf deinen Rechner und danach in dein Grafikprogramm. In dieser Anleitung zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du ein ICC-Profil unter Windows und macOS installierst, wie du es in Photoshop, Illustrator, InDesign, CorelDRAW und Affinity einstellst und was du tust, wenn es in der Liste fehlt.
Warum ein Farbprofil?
Ganz einfach! Der Drucker druckt im Farbraum ISO Coated v2 (ECI), beziehungsweise in unserem eigenen Farbprofil, das auf dem ISO-Coated-v2-Profil basiert. Dementsprechend erhältst du das beste Druckergebnis mit einer vektorbasierten PDF im Farbraum CMYK mit dem Farbprofil ISO Coated v2 (ECI).
Ein ICC-Profil ist eine kleine Datei mit der Endung .icc oder .icm. Die Datei beschreibt, welche Farben ein Gerät oder ein Druckverfahren wiedergeben kann. Dein Grafikprogramm rechnet damit die Farben deiner Datei in den passenden Farbraum um und zeigt sie dir am Bildschirm möglichst so, wie sie im Druck ankommen. ICC steht für International Color Consortium, die Vereinigung, die diesen Standard festgelegt hat. Warum Farben am Bildschirm überhaupt anders wirken als im Druck, erklären wir in RGB zu CMYK.
Welches Profil du brauchst, hängt vom Produkt ab:
- ISO Coated v2 (ECI) für Standard-DTF, Blockout-DTF und UV-DTF.
- ISO Coated v2 300 % (ECI) für Sublimation. Dieses Profil begrenzt den Gesamtfarbauftrag auf 300 Prozent.
- Immer im CMYK-Farbraum. Weiß legst du als CMYK 0/0/0/0 an. Schwarz darfst du bei DTF aus allen Farben mischen, bei Sublimation legst du es als CMYK 0/0/0/100 an.
Ein eigenes ICC-Profil musst du dafür nicht erstellen.
Wie installiere ich denn ein Farbprofil?
Hast du das Profil noch nicht, lädst du es hier herunter: ISO Coated v2 (ECI) für Standard-DTF, Blockout-DTF und UV-DTF, ISO Coated v2 300 % (ECI) für Sublimation. Du entpackst die ZIP-Datei und installierst das Profil einmal im Betriebssystem, danach finden es deine Grafikprogramme von selbst.
Farbprofil für DTF herunterladenFarbprofil für Sublimation herunterladen
Windows
- Entpacke den Ordner, falls du das Profil als ZIP-Datei bekommen hast.
- Klicke mit der rechten Maustaste auf die ICC-Datei und wähle „Profil installieren“. Siehst du den Eintrag unter Windows 11 nicht, klicke zuerst auf „Weitere Optionen anzeigen“.
- Alternativ kopierst du die Datei in den Ordner
C:\Windows\System32\spool\drivers\color. - Starte dein Grafikprogramm neu.
macOS
- Entpacke den Ordner, falls nötig.
- Kopiere das Farbprofil in
/Library/ColorSync/Profiles, dann steht es allen Benutzern deines Macs zur Verfügung. - Oder kopiere es in
/Benutzer/[Benutzername]/Library/ColorSync/Profiles, dann nur für dich. - Starte dein Grafikprogramm neu.
Lässt sich der Library-Ordner nicht finden, ist er nur ausgeblendet:
- Öffne den Finder.
- Klicke oben in der Menüleiste auf „Gehe zu“ und drücke dabei die alt-Taste.
- Das Menü klappt aus, und mittig steht „Library“.
- Öffne dann „ColorSync“ und „Profiles“.
- Füge das Profil dort ein.
Schneller geht es über Gehe zu > Gehe zum Ordner. Dort gibst du ~/Library/ColorSync/Profiles ein und landest direkt im richtigen Ordner.
Farbprofil in deinem Grafikprogramm einstellen
Nach der Installation stellst du das Profil in deinem Programm ein, am besten bevor du mit dem Gestalten anfängst. Die Menüs heißen je nach Version etwas anders, die Einstellungen dahinter sind dieselben.
Adobe Photoshop, Illustrator und InDesign
Bei einer neuen Datei:
- Öffne Bearbeiten > Farbeinstellungen.
- Wähle unter Arbeitsfarbräume bei CMYK „ISO Coated v2 (ECI)“, für Sublimation „ISO Coated v2 300 % (ECI)“.
- Setze unter Farbmanagement-Richtlinien die Haken bei „Beim Öffnen wählen“. Dann fragt dich das Programm nach, wenn du eine Datei mit einem anderen oder ohne Profil öffnest.
- Bestätige mit OK und lege deine Datei im CMYK-Farbmodus an.
Bei einer bestehenden Datei:
- Photoshop: Wandle die Datei über Bearbeiten > In Profil umwandeln in ISO Coated v2 (ECI) um. Prüfe danach die Farben und hilf nach, wo sie matt geworden sind.
- Illustrator: Stelle über Datei > Dokumentfarbmodus auf CMYK-Farbe um. Beim Speichern als Adobe PDF stellst du unter Ausgabe die Farbkonvertierung auf „In Zielprofil konvertieren“ und wählst ISO Coated v2 (ECI).
- Umwandeln, nicht zuweisen: Wähle in jedem Programm das Umwandeln oder Konvertieren. „Profil zuweisen“ ändert die Farbwerte nicht, sondern nur, wie sie gelesen werden. Deine Datei kann danach deutlich anders aussehen.
Tipp für mehrere Adobe-Programme: Steht oben im Dialog „Nicht synchronisiert“, arbeiten deine Programme mit unterschiedlichen Farbeinstellungen. Speichere deine Einstellungen über „Speichern“ unter einem eigenen Namen im vorgeschlagenen Ordner. In Adobe Bridge wählst du dann Bearbeiten > Farbeinstellungen, markierst deine Einstellung und klickst auf „Anwenden“. So gelten sie in Photoshop, Illustrator und InDesign gleichermaßen.
Das Bild zeigt dir die Farbeinstellungen in Illustrator mit ISO Coated v2 (ECI) als CMYK-Arbeitsfarbraum.
CorelDRAW
- Neue Dateien: Öffne Extras > Farbverwaltung und wähle auf der Registerkarte Standard bei CMYK-Profil ISO Coated v2 (ECI).
- Bestehende Datei: Wechsle unter Extras > Farbverwaltung zur Registerkarte Dokument, aktiviere „Konvertieren (Farbwiedergabe beibehalten)“ und stelle bei CMYK ISO Coated v2 (ECI) ein.
In älteren Versionen findest du dieselben Einstellungen unter Extras > Farbverwaltung > Standardeinstellungen und Dokumenteinstellungen.
Affinity
- Neue Datei: Wähle beim Anlegen auf dem Tab Farbe das Farbformat CMYK und als Farbprofil ISO Coated v2 (ECI). Als Standard hinterlegst du das Profil in den Einstellungen unter Farbe.
- Bestehende Datei: Wähle in den Dokumenteinstellungen auf dem Tab Farbe ISO Coated v2 (ECI) und klicke auf „Umwandeln“, nicht auf „Zuweisen“.
Canva und andere Programme
Canva arbeitet mit Pixeln und in RGB. Für den DTF-Druck lädst du dein Design deshalb als PNG mit transparentem Hintergrund herunter. Wir ändern keine Farbwerte. Eine RGB-Datei oder ein PNG wird für den Druck aber in CMYK umgerechnet. Leuchtende Farben können dabei etwas matter wirken.
Nutzt du ein anderes Programm, findest du das Profil meist in den Farbeinstellungen deines Programms. Wie du deine Datei danach richtig speicherst, zeigt dir Der richtige Export deiner Daten für jedes Programm.
Profil fehlt in der Liste?
Du hast das Profil installiert, aber dein Programm zeigt es nicht an? Das sind die häufigsten Gründe:
- Programm nicht neu gestartet. Neu installierte Profile erscheinen erst, wenn du das Programm einmal schließt und wieder öffnest.
- Ordner noch gepackt. Installiere die ICC-Datei, nicht den ZIP-Ordner. Entpacke ihn deshalb zuerst.
- Anderer Name in der Liste. Im Programm erscheint das Profil unter seinem Namen ISO Coated v2 (ECI), der Dateiname kann anders lauten.
- Liste verkürzt. Adobe-Programme zeigen bei den Arbeitsfarbräumen zunächst nur ihre Standardprofile. Alle installierten Profile siehst du, wenn du im Dialog Farbeinstellungen „Erweiterter Modus“ (Illustrator und InDesign) oder „Erweiterte Optionen“ (Photoshop) wählst.
- Falscher Ordner. Prüfe, ob die Datei wirklich im Ordner color (Windows) oder ColorSync/Profiles (macOS) liegt.
Farben sicher planen mit der Farbkarte
Verbindlich zeigt dir kein Bildschirm, wie dein Druck aussieht. Muss eine Farbe genau stimmen, nimm sie deshalb von einem echten Druck ab. Unsere DTF-Farbkarte kommt auf einer Rolle mit 964 Farbfeldern, jedes mit seinem CMYK-Wert beschriftet. Alle 964 Farbwerte gibt es zum Nachschlagen auch als PDF zum Download. Gedruckt ist sie als echter DTF-Transfer mit ISO Coated v2 (ECI).
Verpresse die Farbkarte auf einem schwarzen Textil. Jeder DTF-Transfer ist mit Weiß hinterlegt, vor schwarzem Grund zeigt sich der Farbeindruck deshalb echt. Bewerte den Ton am gepressten Druck, nicht am Monitor, und trag für Farbtöne den CMYK-Wert des passenden Feldes in deine Datei ein.
Für Glas, Metall, glatten Kunststoff und andere glatte, feste Oberflächen gibt es die UV-DTF-Farbkarte, denn dort kann derselbe Wert etwas anders aussehen als auf Textil. Eine Mini-Farbkarte steckt außerdem im Muster-Paket, zusammen mit Testdrucken unserer Produkte. Wie du auf der Farbkarte den richtigen CMYK-Wert findest, liest du in CMYK-Farbfächer für DTF: Farbkarte mit 964 Farbwerten.
Häufige Fragen
Wo bekomme ich das Farbprofil ISO Coated v2 (ECI)?
Hier zum Herunterladen: ISO Coated v2 (ECI) für DTF und ISO Coated v2 300 % (ECI) für Sublimation. Installieren musst du es nur einmal.
Welches Farbprofil brauche ich für Sublimation?
ISO Coated v2 300 % (ECI). Es begrenzt den Gesamtfarbauftrag auf 300 Prozent. Liegt zu viel Farbe auf dem Bogen, kann der Druck langsamer trocknen und verwischen. Du installierst und wählst es genauso wie ISO Coated v2 (ECI).
Was ist der Unterschied zwischen „Profil zuweisen“ und „In Profil umwandeln“?
Beim Umwandeln rechnet dein Programm die Farbwerte in das neue Profil um, damit dein Motiv möglichst gleich aussieht. Beim Zuweisen bleiben die Farbwerte gleich, nur das Profil wechselt, und die Farben können danach deutlich anders wirken. Für deine Druckdaten wählst du deshalb immer das Umwandeln.
Wie sehe ich vorher, ob die Farben stimmen?
In Photoshop und Illustrator wählst du unter Ansicht > Proof einrichten das Arbeits-CMYK. Mit Ansicht > Farbproof schaltest du die Druckvorschau ein und aus. Verlässlich ist diese Vorschau nur auf einem kalibrierten Bildschirm. Verbindlich ist nur ein echter Druck, dafür gibt es unsere Farbkarte, mehr dazu oben im Abschnitt Farbkarte.
Brauche ich das Profil auch für PNG-Dateien?
Für die PNG selbst nicht. Eine PNG kennt nur RGB und kann kein CMYK-Profil mitnehmen, für den Druck wird sie in CMYK umgerechnet. Willst du mit ISO Coated v2 (ECI) arbeiten, speichere deine Druckdatei deshalb als PDF.
Muss ich selbst ein ICC-Profil erstellen?
Nein. Ein eigenes, angepasstes Profil für unsere DTF-Transfers haben wir schon. Du legst deine Datei einfach im CMYK-Farbraum mit dem Standardprofil ISO Coated v2 (ECI) an. Mehr brauchst du dafür nicht.
Warum wirken meine Farben im Druck blasser als am Bildschirm?
Dein Bildschirm leuchtet selbst, Druckfarbe schluckt Licht. Deshalb wirken Farben am Bildschirm immer etwas heller und strahlender. Außerdem zeigt jeder Bildschirm Farben etwas anders, je nach Typ, Helligkeit und Einstellung. Verbindlich ist nur ein echter Druck, dafür gibt es unsere Farbkarten.
Kann ich Pantone- oder HKS-Farben verwenden?
Nein, wir drucken ausschließlich in CMYK. Sonderfarben wie Pantone oder HKS führen zu Farbabweichungen. Such dir auf der Farbkarte das passende Feld aus und trag dessen CMYK-Wert in deine Datei ein.
Du willst sichergehen? Zu deiner Bestellung kannst du den Profi-Datencheck dazubuchen. Dann prüfen wir vor der Produktion Format, Farbmodus mit Farbprofil und die Haupttransparenz deines Druckbogens. Die Auflösung und Transparenzen in deinem Motiv gehören nicht dazu. Bei Express-, Designer- und Einzelmotiv-Aufträgen gibt es den Profi-Datencheck nicht. Klappt die Installation trotzdem nicht, hilft dir unser Kundenservice gern weiter, telefonisch unter 02163 9518930 von Montag bis Freitag zwischen 9 und 16 Uhr.
Druckdaten richtig anlegenProfi-Datencheck ansehenKundenservice kontaktieren
Außerdem hilfreich: FAQ und das Muster-Paket mit Mini-Farbkarte.
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Viel Erfolg beim Veredeln wünscht dir
DTF-King Team